Die Kfz-Kaskoversicherung

Haftpflichtversicherungen für Kfz sind in Österreich eine vorgeschriebenen Pflichtversicherung. Hingegen gibt es mit der Kfz-Kaskoversicherung die Möglichkeit den Versicherungsschutz zu ergänzen bzw. zu erweitern.

Der wesentliche Unterschied zwischen den Kaskoversicherungen und der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht darin, dass die Haftpflicht ausschließlich Schäden übernimmt, die an fremden Fahrzeugen, Personen oder an deren Vermögen entstehen.

Die Kaskoversicherung dient hingegen in erster Linie dazu, Beschädigungen am eigenen PKW bzw. des PKW des Versicherten zu regulieren, die aus verschiedenen Gründen entstehen können.

In der Praxis bieten die Versicherungsgesellschaften die Kfz-Kaskoversicherung in drei Varianten an, nämlich zum einen als Teilkasko-, Parkschadenkasko und zum anderen als Vollkaskoversicherung.

 

Die Teilkaskoversicherung

Die meisten österreichischen Verbraucher haben sich dafür entschieden, bei ihrer Autoversicherung Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung zu kombinieren. Wenn das KFZ ein Alter von 4 – 7 Jahren erreicht hat wechseln viele auf eine Teil- oder Parkschadenkaskoversicherung. Die Teilkasko dient dabei als Basisschutz, da diese bereits viele Gefahren in Bezug auf das eigene Fahrzeug absichert. Jedoch werden nicht alle Schäden am PKW durch eine Teilkaskoversicherung abgedeckt.

Welche Schäden übernimmt die Teilkaskoversicherung?

  • Überschwemmung
  • Hagel
  • Blitzschlag
  • Brand
  • Diebstahl
  • Einbruchdiebstahl
  • Sturm
  • Marderbiss
  • Zusammenstoß mit Haarwild
  • Steinschlag
  • Glasbruch (Front- oder Heckscheibe)
All diese Risiken führen im Straßenverkehr häufig zur Beschädigung oder gar Zerstörung der Fahrzeuge des Versicherten. Daher deckt die Teilkasko vor allem elementare Schadensquellen ab. Allerdings ist es wichtig zu wissen, welche Schadensarten hier nicht und ausschließlich über die Park- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt sind. Die Leistung der Teilkaskoversicherung besteht demnach darin, einen am PKW des Versicherten entstandenen Schaden zu regulieren, falls die Ursache versichert war.

Die Prämie der Teilkaskoversicherung

Im direkten Vergleich zur Vollkasko kann sich die Teil- oder Parkschadenkaskoversicherung durch deutlich günstigere Prämien auszeichnen. Ein Grund ist, dass in der Vollkasko mehr Leistungen enthalten sind, denn hier kann sich der Versicherungsnehmer noch gegen weitere Schadensursachen versichern. Es gibt diverse Faktoren, die sich in der Summe auf die Höhe der zu zahlenden Prämien auswirken können. Dazu gehören insbesondere:

  • Marke und Type des KFZ
  • Hauptwohnsitz des Eigentümers des KFZ
  • Baujahr
  • Selbstbehalt
  • Alter des Fahrers
  • jährlich gefahrene Kilometer

Insbesondere Marke/Type und der Hauptwohnsitz haben einen großen Einfluss auf den Versicherungsbeitrag, der zur Teilkaskoversicherung zu zahlen ist. Der Zulassungsort des Autos ist für die Prämienberechnung ebenfalls wesentlich. Alle Versicherer verfügen heutzutage über statistische Auswertungen in welchen Regionen die Häufigkeit der Unfälle, Diebstähle oder Schadensmeldung besonders hoch ist. Da die Versicherer möglichst individuell auf das jeweilige Risiko eingehen möchten, gibt es verschiedene Regionalklassen, in die der jeweilige Versicherte mit seinem Auto eingestuft wird.

Ähnlich funktioniert das Prinzip der Typenklasse. Denn bei den verschiedenen Fahrzeugmodellen am Markt gibt es teilweise große Unterschiede hinsichtlich der Schadenshäufigkeit aber auch der Kosten für die Ersatzteile. Wer ein Auto fährt, das zu einer günstigen Typenklasse gehört, kann bis zu 30 Prozent an Versicherungsbeitrag gegenüber einem Fahrzeugmodell das relativ häufig in Unfälle verwickelt ist einsparen.

Ebenfalls wird von den Versicherern auch die Fahrerfahrung oder die jährliche Fahrleistung mitberücksichtigt. Diese Faktoren sind zwar nicht vorgeschrieben, werden aber in der Praxis zur Ermittlung der Prämie miteinbezogen. Meist wird hierzu das Alter des Fahrzeugeigentümers für die Berechnung herangezogen. Für Fahrer unter 23 Jahren oder Fahrer über 70 Jahren sind zum Teil höhere Prämien fällig. Es gibt jedoch Versicherungsgesellschaften die solche Unterscheidungen nicht machen und keine höheren Prämien für diese Gruppen von Fahrern verrechnen.

Kasko Versicherung Gutachter

Die Parkschadenkaskoversicherung

Zwischen der Teil- und der Parkschadenkaskoversicherung gibt es nur kleine Unterschiede. Es rentiert sich jedoch häufig nach der Parkschadenkaskoversicherung zu fragen, da der Versicherungsschutz noch etwas umfangreicher und der dafür zu zahlende Beitrag nur geringfügig höher ist.

In der Parkschadenkaskoversicherung sind dieselben Schadensfälle wie in der Teilkaskoversicherung abgedeckt. Die Parkschadenkaskoversicherung wird jedoch durch 2 wesentliche und häufig vorkommende Schadensfälle ergänzt:

  • Parkschaden
  • Vandalismusschaden

Beim Parkschaden handelt es sich um Schadensfälle in denen Sie Ihr KFZ auf einem Parkplatz abgestellt haben und Ihnen ein fremdes, unbekanntes Fahrzeug einen Schaden zufügt. Anders wie es sich gehört, meldet der Schadenverursacher den gefahrenen Schaden weder bei der Polizei, noch hinterlässt er Ihnen einen Zettel mit seinen Daten oder wartet bis Sie zu Ihrem KFZ zurückkehren. Es handelt sich hierbei um Fahrerflucht, was dem Schadenverursacher häufig sehr große Schwierigkeiten einbringen kann. Wenn Sie eine Parkschadenkaskoversicherung abgeschlossen haben bedeutet das für Sie, dass Ihre Versicherung den Schaden nach eingereichter Polizei- und Schadenmeldung gegen unbekannt und bezahlen eines Selbstbehaltes, übernimmt.

Beim Vandalismusschaden handelt es sich um Schäden die Ihnen ein Schadenverursacher mutwillig und vorsätzlich, also mit bloßer Absicht zufügt. Zum Beispiel zerkratzt Ihnen ein unbekannter Ihr KFZ mit einem Schlüssel oder zerbeult Ihnen Ihr Auto. Für solche Fälle bietet die Parkschadenversicherung ebenfalls Versicherungsschutz.

Viele Leute sind sehr unachtsam mit fremden KFZ. Gerade in Einkaufszentren gibt es häufig beulen am Nachbarauto beim öffnen der Türen oder beim Einladen der eingekauften Waren rollt der Einkaufswagen in das Auto des Nachbarn. Das wird dann natürlich nicht gemeldet und Sie bemerken diese kleinen Beulen und Kratzer wahrscheinlich erst bei der nächsten Autowäsche und ärgern sich wahrscheinlich.

Die Vollkaskoversicherung

Ob man sich im Bereich der Kfz-Kaskoversicherung nun für eine Vollkasko-, Parkschadenkasko oder Teilkaskoversicherung entscheidet, hängt oftmals vom individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Wem der Basisschutz reicht oder der Zeitwert des Fahrzeuges nicht mehr ganz so hoch ist, reicht häufig der Schutz einer Park- oder Teilkaskoversicherung aus.

Insbesondere bei neueren, hochwertigen und edlen Fahrzeugen ist jedoch der Abschluss einer Vollkaskoversicherung zu empfehlen. Weiters ist die Vollkasko für Autofahrer mit hohem Sicherheitsbedürfnis, die sich daher gegen alle Risiken im Zusammenhang mit der Fahrzeugnutzung absichern möchten, geeignet. Wurde das KFZ über Leasing oder Kredit finanziert ist eine Vollkaskoversicherung unbedingt anzuraten. Hier gibt es eine zusätzliche Klausel, die GAP-Klausel, die bei solchen Verträgen berücksichtigt werden sollte.

Einige Leistungen werden ausschließlich bei der Versicherungsvariante Vollkasko und nicht von der Park- oder Teilkasko gedeckt. Allerdings ist es interessant zu wissen, dass jede Vollkaskoversicherung automatisch eine Teilkaskoversicherung enthält.

Was ist bei der Vollkaskoversicherung zusätzlich versichert?

  • Selbstverschuldeter Unfall des Versicherungsnehmers
  • Vandalismus
  • Unfall- bzw. Fahrerflucht (Parkschaden)
  • Schaden durch deliktunfähige Kinder verursacht
  • sogenannter Benzinklau mit Beschädigung des Benzin- oder Dieseltanks

Was ist der Unterschied zwischen Teilkasko- und Vollkaskoversicherung?

Der größte Unterschied zwischen der Park-, Teilkasko- und der Vollkaskoversicherung besteht in der Deckung von Schäden durch eigenes Verschulden am Fahrzeug des Versicherten durch die Vollkasko.

Darunter fallen unter anderem auch Unfallschäden am eigenen Auto (touchieren einer Mauer oder Säule) sowie Vandalismus.
Zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall, bei dem der Versicherte der Verursacher ist, reguliert die Vollkaskoversicherung die entstandenen Kosten am Fahrzeug des Versicherten. Für die Schäden am Fahrzeug des Unfallgegners ist die Kfz-Haftpflicht zuständig.

Ebenfalls wichtig ist das Leistungsmerkmal der Schadensregulierung, falls der eigentliche Verursacher Fahrer- bzw. Unfallflucht begeht. Versicherte mit Teilkaskoversicherung hingegen müssen in solchen Fällen selbst für den Schaden aufkommen.

Beim Benzinklau wird oft ein kleines Loch in den Tank des Kfzs gebohrt um Benzin abzulassen. Dieser kleine Schaden weitet sich oft aus und kann im schlimmsten Fall zum Austausch des Tanks führen. Solche Schadensursachen sind nur im Rahmen der Vollkasko versichert, da die Teilkaskoversicherung hier keinen Schutz bietet.

Grundsätzlich deckt die Vollkaskoversicherung alle Schäden am eigenen Fahrzeug ab – ausser Instandhaltungs- oder Verschleißschäden. Oftmals ist auch der Folgeschaden nach einem Marderbiss stark eingeschränkt.

Bei der Vollkaskoversicherung sind Schäden, die in der Teilkaskoversicherung bereits versichert sind, sowie Unfallschäden am eigenen Auto und Vandalismus enthalten. Üblicherweise lohnt sich eine Vollkaskoversicherung bei einem Neuwagen während der ersten drei bis fünf Jahre.

Der Beitrag zur Vollkaskoversicherung

Die Höhe der Versicherungsprämie ist auch bei der Kfz-Vollkaskoversicherung abhängig von verschiedenen Komponenten. Im wesentlichen haben folgende Aspekte und Merkmale, die Einfluss auf die Versicherungsprämie haben:

  • Marke/Type des KFZ
  • Hauptwohnsitz des Eigentümers des KFZ
  • Baujahr des Autos
  • Preis des Fahrzeugs
  • Bonus-/Malusstufe
  • Selbstbeteiligung
  • Alter des Eigentümers bzw. Fahrers
  • durchschnittliche Fahrleistung pro Jahr


Je nach Auswahl des Versicherers, kann die Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung Versicherten im Bonus-/Malussystem (gleich wie bei der KFZ-Haftpflichtversicherung) um mehrere Stufen zurückversetzen. Dadurch erhöht sich wiederum der fällige Versicherungsbeitrag.
Daher sollte man sich vor Abschluss der Kaskoversicherung genau darüber informieren, ob der Anbieter eine Umreihung im Bonus-/Malussystem im Angebot hat oder ob die Bonusstufe fixiert ist. Ansonsten sollte man sich genau überlegen, ob man die Vollkaskoversicherung bei jedem Schaden in Anspruch nimmt. Denn vor allem bei kleineren Schäden kann es oftmals wirtschaftlicher sein, die entstandenen Reparaturkosten selbst zu übernehmen. Da die Inanspruchnahme der Versicherung gleichzeitig zu einer schlechteren Prämieneinstufung führt.

Wie auch bei der Kfz-Teilkasko, haben auch die Erfahrung bzw. das Alter des Versicherten oder des Fahrers sowie die jährliche Kilometerleistung Auswirkungen auf den zu zahlenden Beitrag. Die jährliche Kilometerleistung führt zu zweierlei Betrachtungen. Zum einen steigt das Risiko eines Schadens mit jedem gefahrenen Kilometer an. Auf der anderen Seite bedeutet eine relativ hohe Fahrleistung gleichzeitig auch wachsende Fahrpraxis, was statistisch betrachtet zu einem sinkenden Unfallrisiko führt.

Teilkasko

Fazit zur Kfz-Kaskoversicherung

Bei der Autoversicherung ist die Teilkaskoversicherung als Mindestschutz jedem Autofahrer zu empfehlen, der auch das eigene Fahrzeug gegen Schäden versichern möchte. Ob die Teilkaskoversicherung ausreicht oder eine Parkschaden- oder Vollkaskoversicherung die bessere Variante ist, müssen die Kfz-Halter für sich selbst entscheiden. Sicherlich bietet die Vollkaskoversicherung aufgrund der beinhalteten Leistungen den besten Rundumschutz. Verglichen mit der Kfz-Teilkaskoversicherung ist sie jedoch wesentlich teurer. Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Kfz-Versicherungen. Diese Versicherung ist nicht nur bei Besitz von Autos sondern auch für Motorräder von Vorteil.

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Die KFZ Kaskoversicherung in Österreich
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Die KFZ Kaskoversicherung in Österreich
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In Österreich ist die Kfz-Haftpflichtversichrung per Gesetz eine vorgeschriebenen Pflichtversicherung. Zusätzlich bietet die Kfz-Kaskoversicherung jedem Fahrzeughalter die Möglichkeit seinen Versicherungsschutz zu erweitern. Kaskoversicherung und Haftpflichtversicherung unterscheiden sich grundsätzlich in der Schadensabdeckung.
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