Die Feuerversicherung


Bei der Feuerversicherung handelt sich um eine sehr spezielle Versicherung, die heutzutage im Privatkundenbereich und auch im gewerblichen Bereich immer in sogenannten Bündelversicherungen vorkommt. Das bedeutet, dass mehrere Versicherungssparten (Feuer, Leitungswasser, Sturm, …) in einer Polizze gebündelt werden. Dabei bildet die Feuerversicherung eine der wichtigsten Sparten in diesem Bündel. Bricht ein Feuer aus ist der Schaden meist sehr groß. Der Schaden wird dabei nicht nur durch das Feuer angerichtet, sondern auch der Rauch und Ruß der durch den vielen Kunststoff entsteht meist sein übriges tut. Aber auch das Löschwasser das von der Feuerwehr zum löschen notwendig ist richtet dabei erheblichen Schaden an.

 

Was ersetzt die Feuerversicherung?


Die Feuerversicherung ersetzt in erster Linie Schäden, die durch einen Brand entstanden sind. Es können sowohl Mobilien als auch Immobilien und über die Feuerbetriebsunterbrechungsversicherung auch betriebliche Umsatzausfälle durch vorübergehende Betriebsschließungen versichert werden. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Schadensarten, die über eine derartige Feuerversicherung abgedeckt werden können.
Fast jeder Versicherer hat die gewerbliche Feuerversicherung im Angebot. Häufig kommt es jedoch auf die Betriebsart darauf an, ob die Versicherer auch ein Angebot stellen. Es gibt mittlerweile Versicherungsgesellschaften, die sich auf gewisse Betriebe spezialisiert haben und darüber hinaus gar kein Angebot legen. Es werden immer mehr Wohnblocks gebaut, die ebenfalls eine Feuerversicherung haben sollten. Dieses Feuerrisiko ist dann im Rahmen der Wohngebäudeversicherung mit abgedeckt.

Die Leistungen der Feuerversicherung

Wie bereits kurz erwähnt, gibt es verschiedene Schadensursachen, die über die Feuerversicherung abgedeckt werden können. Für Selbstständige und Unternehmen ist der Abschluss einer Feuerversicherung deshalb so wichtig, weil es bei einem Brand teilweise zu so großen Schäden führen kann, dass die Existenz des gesamten Unternehmens bedroht ist. Die meisten Polizzen beinhalten in Österreich die folgenden Schadensursachen, die über eine Feuerversicherung abgedeckt werden können:

Ein Feuerschaden kann Privatpersonen und auch Unternehmen in die Insolvenz führen

Ein Feuerschaden kann Privatpersonen und auch Unternehmen in die Insolvenz führen

  • Brand infolge eines Blitzeinschlages
  • Explosionen
  • Feuer verschiedenster Ursachen
  • Brände mit anderen Ursachen

Im Zuge der Feuerversicherung ist es meistens möglich, nicht nur die Immobilie zu versichern, sondern darüber hinaus auch weite Teile des jeweiligen Betriebsgrundstücks. Ferner bieten die Feuerversicherer in der Regel ebenfalls an, dass das Inventar des jeweiligen Gewerbes mitversichert werden kann. Normalerweise kommt die Feuerversicherung auch für solche Schäden auf, die infolge einer Brandstiftung entstehen. Sollte der Verursacher ermittelt werden können, versteht es sich natürlich von selbst, dass der Versicherer diesen in Regress nehmen wird. Genauso selbstverständlich ist es, dass die Feuerversicherung keine Schadensregulierung durchführt, falls der Inhaber des Unternehmens den Brand vorsätzlich gelegt hat.

Welche Kosten trägt die Feuerversicherung?

Zu den Leistungen einer Feuerversicherung gehört nicht nur die Regulierung direkter Schäden, die eine Folge des Feuers sind, wie zum Beispiel ein beschädigtes oder zerstörtes Gebäude sowie verbranntes Inventar. Darüber hinaus gibt es noch die sogenannten Folgekosten, die in den meisten Fällen ebenfalls durch eine Feuerpolizze abgedeckt werden können. Mögliche Folgekosten, die auf ein Feuer zurückzuführen sind, sind beispielsweise:

  • Schäden durch Löschwasser
  • Rußschäden
  • Kosten für den Feuerwehreinsatz
  • Mehrkosten durch Umzug des Unternehmens in neue Geschäftsräume
  • Betriebsausfall und Betriebsunterbrechung

Neben den genannten Kosten ist es im Zuge einer Feuerversicherung oftmals möglich, dass ebenfalls die Kosten versichert werden können, die durch eine Unterbrechung der Geschäftstätigkeit entstehen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von den Kosten für eine Betriebsunterbrechung, die natürlich immer dann stattfindet, wenn die zuvor genutzten Geschäftsräume und Gebäude aufgrund des Feuers nicht mehr oder nur noch in Teilen genutzt werden können.

Wonach richtet sich der Versicherungsbeitrag?

Wie bei jeder Versicherung, so ist es auch bei der Feuerversicherung so, dass sich die Höhe des Beitrages an verschiedenen Faktoren orientiert. Zunächst einmal basiert der Beitrag vor allen Dingen darauf, für welche Deckungssumme sich der Versicherungsnehmer entscheidet. Bezüglich der Deckungssumme ist unbedingt zu beachten, dass diese nicht zu gering gewählt wird, denn ansonsten wird im Schadensfall nur ein Teil des Schadens aufgrund einer Unterversicherung reguliert. Selbstverständlich gibt es auch Unterschiede zwischen den Versicherern, die teilweise verschiedene Tarife im Angebot haben. Das zu versichernde Risiko hat ebenfalls eine Auswirkung auf die Versicherungsprämie, die letztendlich zu zahlen ist. So stufen die verschiedenen Versicherer das Risiko beispielsweise auf Basis der Gebäudenutzung, der Bauart des Objektes, der Gesamtfläche sowie des Standortes der Immobilie ein, die versichert werden soll.

Warum diese Details Auswirkung auf die Versicherungsprämie haben, lässt sich am Beispiel der Bauart ganz einfach verdeutlichen. Handelt es sich beispielsweise um ein Gebäude, welches in Massivbauweise gefertigt wurde, also aus Beton und Stein, so ist die Brandgefahr natürlich erheblich geringer, als wenn es sich beispielsweise um eine Lagerhalle aus Holz handelt. Aus diesem Grund spielt die Bauart für nahezu jeden Versicherer eine große Rolle, wenn es um die Festsetzung des zu zahlenden Versicherungsbeitrages geht.

Fazit zur Feuerversicherung

Es ist für den privaten Immobilienbesitzer als auch für Unternehmer wichtig sich mit der Feuerversicherung auseinander zu setzen. Ein Einfamilienwohnhaus sollte genauso vor dem Feuerrisiko versichert werden als ein Wohngebäude mit mehreren Parteien. Dieses Wohngebäude wird meist von einer Hausverwalter betreut. Aus diesem Grund kümmert sich in den meisten Fällen die Hausverwaltung um die Feuerversicherung bzw. die Wohngebäudeversicherung. Zu Unterscheiden ist jedoch, dass einerseits die Gebäude (egal ob privat oder betrieblich genutzt) und das Inventar (Hausrat oder die Waren / Vorräte und Maschinen eines Betriebes) separat zu versichern sind.

Egal ob für Unternehmen und Gewerbetreibende oder Privatpersonen die Feuerversicherung ist eine sehr wichtige Versicherung. Daher ist es im Prinzip jedem zu empfehlen, eine solche Feuerversicherung abzuschließen. Gerade bei Gewerbebetrieben kann ein Brand, Explosion und sonstige Feuer im schlimmsten Fall zu einer Insolvenz des Unternehmens führen.

Hinweis: Ich hatte schon mit Gewerbebetrieben zu tun, die aufgrund eines Feuers im Betrieb in die Insolvenz schlitterten und den Betrieb schließen mussten.

Weiterführende Beiträge

Für private ist die Feuerversicherung nicht von großer Bedeutung da dieser Schadensfall bereits von der Haushaltsversicherung abgedeckt wird. Für Unternehmen ist diese Versicherung jedoch sehr wichtig und ein fixer Bestandteil der Betriebsversicherung.

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