Die Haushaltsversicherung


Am Versicherungsmarkt in Österreich werden zahlreiche private Versicherungen angeboten, die vielen Verbrauchern eine sinnvolle Absicherung bieten. Zu den wichtigsten Versicherungen gehören sicherlich die Privathaftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Darüber hinaus raten nahezu alle Experten dazu, eine sogenannte Haushaltsversicherung abzuschließen. Es handelt sich dabei in Österreich um die Versicherung, die in Deutschland auch unter der Bezeichnung Hausratversicherung bekannt ist. Jeder Bürger, der bereits einen eigenen Hausstand hat, dessen Wert nicht geringfügig ist, sollte sich für den Abschluss einer solchen Haushaltsversicherung entscheiden. Dies gilt sowohl für Mieter als auch für Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses.

 

Was ist bei der Hausratsversicherung / Haushaltsversicherung versichert?

Haushaltsversicherung

Die wesentliche Aufgabe der Haushaltsversicherung besteht darin, Schäden am sogenannten Hausrat zu versichern. Unter dem Begriff Hausrat werden im Prinzip alle gewöhnlichen Gegenstände zusammengefasst, die sich in einem Haushalt befinden. Als Faustregel kann man sagen, dass alles was aus einem Haushalt herausfällt wenn man das Haus umdreht, inkl. den Einbaumöbeln, zur Haushaltsversicherung zählt. Zu diesen Sachwerten gehören zum Beispiel:

  • Möbel
  • Teppiche
  • Tapeten
  • Gardinen
  • sämtliche Haushaltsgeräte, beispielsweise Herd, Mikrowelle und Kühlschrank
  • weitere elektronische Geräte, zum Beispiel Fernseher oder Computer
  • Kleidung
  • Geschirr
  • sonstige Wertgegenstände, beispielsweise Gemälde oder Schmuck

Alle Gegenstände und Sachwerte, die sich innerhalb der versicherten Wohnung oder des Hauses befinden, sind über die Haushaltsversicherung abgesichert.

Leistungen der Haushaltsversicherung

Die Hauptleistung der Haushaltsversicherung besteht darin, Schäden an Gegenständen zu regulieren, die aufgrund einer bestimmten Ursache entstanden sind. Die Haushaltsversicherung ist eine gleitende Neuwertversicherung, was bedeutet, dass nicht nur der Zeitwert der eventuell zerstörten Haushaltswerte ersetzt wird, sondern der Versicherte erhält den Geldwert, den er aufbringen müsste, um denselben Gegenstand in neuwertigem Zustand zu kaufen. Dieser Wert wird jedoch nur dann ersetzt, wenn die Gegenstände nach einem eingetretenen Schadensfall auch wieder angeschafft werden. Grundsätzlich ist zu beachten, dass nicht generell jeder erdenklicher Schadensfall versichert ist, sondern nur diejenigen Gefahren, die vertraglich festgehalten sind. Dazu gehören in erster Linie:

  • Brand
  • Vandalismus
  • Hagel
  • Sturm / Hochwasser
  • Explosion
  • Diebstahl und Einbruch
  • direkter und indirekter Blitzschlag
  • Wasserrohrbruch / Leitungswasserschäden

Feuerversicherung

Neben diesen zuvor genannten gibt es noch weitere Schadensursachen, die der Versicherungsnehmer optional in den Vertrag aufnehmen lassen kann. Dazu gehören unter anderem Glasbruchschäden, Überspannungsschäden und auch Fahrraddiebstahl kann über die Haushaltsversicherung versichert werden, falls das Fahrrad in einem abgeschlossenen Raum, beispielsweise im Keller, untergebracht ist. Im freien ist das Fahrrad lediglich abgesperrt mit einem Schloss vor dem eigenen Haus in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends versichert. Ab 22 Uhr ist das Fahrrad nur noch im eigenen Keller gegen Diebstahl versichert. Falls das Fahrrad gegen Vandalismus und Diebstahl an anderen Orten (zum Beispiel im Urlaub) versichert werden sollte, brauchen Sie eine spezielle Fahrradversicherung.

Versicherungssumme der Haushaltsversicherung

Die Wahl der richtigen Versicherungssumme ist bei der Hausratversicherung von großer Bedeutung, denn eine Unterversicherung sollte prinzipiell vermieden werden. Nicht wenige Verbraucher machen allerdings den Fehler, den eigenen Hausrat geringer zu bewerten, als er eigentlich ist. Tatsächlich ist in der Praxis natürlich relativ schwer, den Gesamtwert des Hausrates einzuschätzen, da dieser sich teilweise aus vielen Hundert Einzelteilen zusammensetzt. Unter anderem aus diesem Grund haben sich die meisten Versicherer darauf geeinigt, ab einem bestimmten Mindestversicherungswert, der pro Quadratmeter Wohnfläche berechnet wird, auf die sogenannte Einrede der Unterversicherung zu verzichten. Üblicherweise bewegt sich dieser Betrag zwischen 800 und 1.300 Euro pro Quadratmeter. Wer also zum Beispiel in einer Eigentumswohnung lebt, die 100 Quadratmeter Wohnfläche bietet, der muss bei vielen Versicherern eine Versicherungssumme von 80.000 bis 130.000 Euro wählen, damit eine Unterversicherung ausgeschlossen werden kann. Falls der tatsächliche Wert des Hausrates natürlich höher sein sollte als dieser, sich aus der „Formel“ ergebende Betrag, muss die Versicherungssumme selbstverständlich dementsprechend angepasst werden.

Einschluss der groben Fahrlässigkeit

Seit einiger Zeit, kann bei der Versicherung die Einrede der groben Fahrlässigkeit ausgeschlossen werden. Somit werden auch Schäden ersetzt, die im Zweifelsfall unter grob fahrlässigen Umständen verursacht wurden. In der Vergangenheit ist es aufgrund solcher Schadensfälle immer wieder zu Diskussionen bzw. auch zu gerichtlichen Auseinandersetzungen gekommen. In diesem Moment stockt natürlich auch die Schadensbearbeitung da diese Einrede erst einmal geklärt werden muss bevor die Versicherung auch nur 1 Euro an Entschädigungsleistung übernimmt. Es ist Empfehlenswert, wenn Sie die grobe Fahrlässigkeit in Ihre Haushaltsversicherung integrieren, sodass solche Schäden übernommen werden.

Unterversicherung bei der Haushaltsversicherung

Zahlreiche Verbraucher schätzen nicht nur den Gesamtwert ihres Hausrates als zu gering ein, sondern nehmen ebenso die Gefahr, die durch eine Unterversicherung besteht, teilweise nicht wirklich ernst. Als Irrtum erweist sich, wer denkt, dass eine Unterversicherung nur dann zum Tragen kommen könne, wenn der Gesamtwert des tatsächlich eingetretenen Schadens höher als die Versicherungssumme ist. Dies ist jedoch keineswegs der Fall, denn die Einrede der Unterversicherung kann bereits bei geringen Schäden geltend gemacht werden. Hat sich der Versicherungsnehmer beispielsweise für eine Versicherungssumme von 50.000 Euro entschieden, liegt der Wert des gesamten Hausrates jedoch bei 100.000 Euro, so würde dies eine Unterdeckung von 50 Prozent bedeuten. Diese Unterdeckung kommt jedoch nicht nur dann zum Tragen, wenn der eingetretene Schaden größer als 50.000 Euro ist, sondern beispielsweise schon bei 5.00 Euro Schadenshöhe. Entsteht also am Hausrat ein Schaden von beispielsweise 5.000 Euro, so würde die Versicherungsgesellschaft davon lediglich 2.500 Euro regulieren. Der Grund ist, dass die Versicherungssumme nur halb so hoch wie der tatsächliche Wert des Hausrates ist, sodass eine Unterversicherung von 50 Prozent besteht.

Haushaltsversicherung für Mieter und Eigentümer

Ein verbreiteter Irrtum besteht auch in Österreich darin, dass Immobilieneigentümer keine Haushaltsversicherung benötigen würden. Dies ist natürlich keineswegs so, denn in vielen Fällen wird bei einer solchen Vermutung die Hausratversicherung mit der Wohngebäudeversicherung verwechselt. Tatsächlich brauchen jedoch sowohl Mieter als auch Eigentümer einer Immobilie eine Haushaltsversicherung, da die Wohngebäudeversicherung ganz andere Schadensarten absichert und nur für Eigentümer zusätzlich wichtig ist. Immobilieneigentümer brauchen also sowohl eine Haushalts- als auch eine Wohngebäudeversicherung, während Mieter lediglich auf die Hausratversicherung zurückgreifen müssen.

Hausratversicherung

Versicherungsprämie bei der Haushaltsversicherung

Es gibt verschiedene Komponenten, die letztendlich zur zu zahlenden Versicherungsprämie führen. Zunächst einmal kommt es auf den jeweiligen Anbieter und Tarif an, wie hoch der Beitrag zur Haushaltsversicherung ist. Ferner gibt es noch einige andere Merkmale, die sich auf die zu zahlende Versicherungsprämie auswirken.

Welche Komponenten sind bei Prämie der Haushaltsversicherung zu beachten?

  • Wohnfläche in Quadratmetern
  • gewählte Versicherungssumme
  • Bauart der Immobilie
  • Lage der Immobilie (Region, Landkreis)
  • Ist die Immobilie bewohnt oder unbewohnt
  • Ist ein Teil gewerblich genutzt (Büro?)
  • Mitversicherung von Tieren (Tierhaftpflichtversicherung)
  • Einschluss der groben Fahrlässigkeit
  • Soll Kellergut / Kellerkram mitversichert sein
  • Mitversicherung eines Fahrrades
  • Haben Sie Antiquitäten, Sammlungen oder erhöhte Geldwerte zu Hause

Diese und noch weitere Faktoren wirken sich bei den meisten Versicherern auf den zur Haushaltsversicherung zu zahlenden Beitrag aus. Die Bauart des Hauses spielt zum Beispiel deshalb eine große Rolle, weil es bezüglich der versicherten Gefahr Feuer natürlich leichter passieren kann, dass ein Brand in einem Holzhaus ausbricht, als wenn es sich bei der Immobilie um ein Betonhaus handeln würde. Aber auch die Region, in der sich die Immobilie befindet, kann sich auf den Beitrag auswirken. Der Grund ist, dass es von der Statistik her in manchen Gebieten Österreichs (Städten) häufiger zu Schäden (Diebstahl, Vandalismusschäden, etc.) als in anderen Gebieten kommt.

Wesentlich ist auch, ob die Immobilie / Wohnung mehr als 270 Tage im Jahr bewohnt ist. Gerade wenn eine Immobilie unbwohnt ist, kommen Schadensfälle erst später ans Licht. Möglicherweise wird der Schaden durch das spätere erkennen sogar noch größer und die Versicherung muss höhere Entschädigungsleistungen erbringen. Aus diesem Grund berechnet die Versicherung Zuschläge auf die Prämie, wenn das Gebäude / Wohnung unbewohnt ist.

Wenn Sie einen Hund oder ein Pferd besitzen, dann sollten Sie auch eine Tierhaftpflicht für Personen- und Sachschäden haben. Hier können Sie sich einiges an Prämie ersparen, wenn Sie zu einem Anbieter greifen, der die Tierhaftpflichtversicherung kostenlos in seinem Produkt mit inkludiert hat.

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Fragen Sie bei versichert.at nach. Wir können Ihnen eine Haushaltsveresicherung zu einer TOP-Prämie anbieten die sämtliche Leistungen abdeckt. Zudem sind jeweils noch 1 Hund und 1 Pferd mit inkludiert. Bei diesem Angebot ersparen Sie sich zwischen 80 bis 160 Euro pro Jahr.

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Weiterführende Beiträge

Von der Haushaltsversicherung werden üblicherweise auch Fahrräder abgedeckt, jedoch nur bis zu einem gewissen Wert und für ein sehr begrenztes Gebiet. Um dieses Problem zu vermeiden kann eine spezielle Fahrradversicherung abgeschlossen werden. Die Betriebsversicherung stellt eine ähnliche Versicherung für Betriebe dar. Sollte man versehentlich fremdes Eigentum beschädigen kann die Privathaftpflichtversicherung den Schaden übernehmen.

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Jeder Bürger, der bereits einen eigenen Hausstand hat, dessen Wert nicht geringfügig ist, sollte sich für den Abschluss einer Haushaltsversicherung entscheiden. Dies gilt sowohl für Mieter als auch für Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses. Es handelt sich dabei in Österreich um die Versicherung, die in Deutschland auch unter der Bezeichnung Hausratversicherung bekannt ist.
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