Die Glasbruchversicherung

Verbraucher werden eine Glasbruchversicherung sicherlich als einen optionalen Baustein einer in Österreich üblichen Haushaltsversicherung kennen. Daher scheint es mitunter überflüssig sein, zusätzlich auf die Leistungen einer separaten Glasbruchversicherung zurückzugreifen. Bei näherem Hinschauen ist es jedoch häufig so, dass die Glasversicherung als zusätzliche Absicherung für zahlreiche Verbraucher sinnvoll sein kann. Die Glasversicherung, oftmals auch als Glasbruchversicherung bezeichnet, ist eine Spezialversicherung für Haushalte, die häufig als Ergänzung zur Haushalts- und/oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen wird.

 

Welche Leistungen beinhaltet die Glasversicherung?

Wie am Namen bereits zu erkennen ist, können sich Verbraucher mittels einer Glasversicherung gegen Schäden absichern, die an sämtlichen Sachwerten im oder am Haus entstehen, die aus Glas sind. In vielen Fällen wird eine derartige Versicherung genutzt, wenn entweder im Haus oder am Haus besonders viele Glasscheiben oder sonstige Gegenstände aus Glas verarbeitet bzw. enthalten sind. Bei den meisten Glasbruchversicherungen ist es so, dass sowohl Schäden am Gebäude aus Glas als auch an solchen Gegenständen versichert sind, die sich im Haushalt befinden. Je nach Versicherer sind es in erster Linie die folgenden Gegenstände, die im Zuge der Glasbruchversicherung gegen Schäden abgesichert sind:

  • Fenster
  • Türen aus Glas
  • Vitrinen
  • Wintergärten
  • Duschkabinen
  • Spiegel
  • Sichtfenster von Kaminen
  • Glasbestandteile von Möbeln, beispielsweise Tischplatten

In manchen Fällen werden nicht nur Gegenstände, die aus Glas sind, durch die Glasbruchversicherung geschützt, sondern der Versicherungsschutz erstreckt sich darüber hinaus auch auf sogenannte glasähnliche Materialien. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Kunststoffe oder auch Ceranfelder, die bei Beschädigung ebenfalls versichert sind.

Glasbruchversicherung

Welche Schäden sind versichert?

Wer sich für eine Glasbruchversicherung entscheidet, der möchte natürlich zunächst einmal wissen, welche Schadensursachen mit dieser Versicherung überhaupt abgedeckt werden können. In erster Linie sind es die folgenden Ursachen, die zu einer Beschädigung von Glasscheiben oder sonstigen Glasgegenständen führen können und im Zuge der Glasversicherung abgedeckt werden:

  • Umwelteinflüsse, beispielsweise Sturm oder Hagel
  • Schäden durch Dritte, beispielsweise durch Vandalismus oder einen Einbruchdiebstahl
  • Schäden durch Unachtsamkeit (durch den Versicherungsnehmer)

Bis auf wenige Ausnahmen haben sämtliche Schadensursachen natürlich zur Folge, dass die jeweilige Glasscheibe oder die Gegenstände aus Glas zerstört werden, da die Reparatur einer zerbrochenen Glasscheibe natürlich eher praxisfremd ist. Allerdings können dennoch durch die beschädigte oder zerstörte Glasscheibe Reparaturkosten entstehen, die dann ebenfalls von der Versicherung getragen werden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine zerbrochene Fensterscheibe im Zuge einer Notverglasung zumindest vorübergehend das Haus vor Windeinfall und unerwünschten Besuchern absichern soll.

Welche Kosten werden nicht übernommen?

Während die zuvor genannten Ursachen dazu führen, dass Beschädigungen oder Zerstörungen der Glasgegenstände reguliert werden, gibt es auch diverse Schäden, die zu den Ausschlüssen der Glasbruchversicherung gehören. So werden beispielsweise solche Glasschäden nicht übernommen, die bereits durch eine andere Versicherung abgedeckt werden, wie zu Beispiel durch die Gebäudeversicherung oder die Hausratversicherung. Darüber hinaus gibt es weitere typische Ausschlüsse in der Glasversicherung, zu denen unter anderem die sogenannten Hohlgläser gehören. Dazu zählen insbesondere:

  • Aquarien
  • Terrarien
  • Vasen
  • Trinkgefäße
  • Beleuchtungen

In aller Regel werden Beschädigungen an diesen Gegenständen nicht ersetzt, wobei es insbesondere bei Aquarien und Terrarien möglich ist, diese optional mit in den Versicherungsschutz einzuschließen. Zu den Kosten, die ebenfalls nicht ersetzt werden, gehören sogenannte Schönheitsfehler am Glas. Dazu zählen insbesondere Kratzer, Schrammen, Absplitterungen und Trübungen. Diese Schäden fallen im Prinzip in den Bereich Verschleiß, der mit einer Glasversicherung normalerweise nicht abgedeckt werden kann.

Versicherungssumme bei der Glasbruchversicherung

Wie bei jeder Versicherung, so kommt es auch bei der Glasversicherung darauf an, die passende Deckungssumme bzw. Versicherungssumme zu wählen. Bei der Glasbruchversicherung ist es so, dass es bei nahezu allen Versicherern grundsätzlich zwei Möglichkeiten gibt, die Versicherungssumme festzulegen. Die erste Variante beinhaltet, dass der Versicherungsnehmer einzelne Glasgegenstände, die besonders wertvoll sind, durch eine Auflistung separat versichert. Diese Auflistung muss unter anderem den jeweiligen Wiederbeschaffungswert der Gegenstände beinhalten, sodass sich aus der Summe der verschiedenen Gegenstände mit ihren Wiederbeschaffungswerten dann die Deckungssumme ergibt. Damit es nicht zu einer Unterversicherung kommt, wird der Wert mithilfe des sogenannten Glaspreisindexes beziffert.

Auch in Österreich ist es allerdings so, dass die Deckungssumme in den meisten Fällen aufgrund der zweiten möglichen Variante festgelegt wird. Dabei handelt sich um eine pauschale Deckungssumme, in der alle Gebäude- und Mobiliarverglasungen enthalten sind. Hier muss nicht jeder einzelne Gegenstand aufgeführt werden, sondern ähnlich wie bei der Haushaltsversicherung gibt es eine Versicherungssumme, die für alle versicherbaren Glasgegenstände gilt.

Worauf basiert der Beitrag zur Glasbruchversicherung?

Der Beitrag, der zur Glasversicherung zu zahlen ist, richtet sich im Wesentlichen nach der gewählten Sicherung bzw. Deckungssumme. Weitere Faktoren, die beispielsweise bei einer Haushalts- oder Wohngebäudeversicherung von Bedeutung sind, spielen bei der Glasversicherung normalerweise keine Rolle. So kommt es beispielsweise nicht auf die Bauart des Hauses an, wie hoch der zu zahlende Beitrag ist. Allerdings kann es demgegenüber sein, dass ein Unterschied zwischen der Art der Außenverglasung gemacht wird. Hier kann beispielsweise die Dicke der am Gebäude verarbeiten Glasscheiben eine Rolle spielen. Denn natürlich ist die Gefahr von Schäden bei dünnen Glasscheiben deutlich höher als bei Glasscheiben, die zum Beispiel eine Dicke von einem Zentimeter oder mehr haben.

Glasversicherung

Fazit zur Glasbruchversicherung

Die Glasversicherung ist definitiv eine Versicherungsart, die nicht jeder Immobilieneigentümer und Mieter benötigt, die aber in vielen Fällen sinnvoll sein kann. Insbesondere dann, wenn am Gebäude sehr viele Glasscheiben vearbeitet sind oder sich im Haushalt teurere Gegenstände aus Glas befinden, sollte der Schutz dieser separaten Glasbruchversicherung genutzt werden. Für einen normalen Haushalt reicht es indessen häufig aus, den Glasbruch mit in die gewöhnliche Haushaltsversicherung zu integrieren.

Weiterführende Beiträge

Hier finden Sie alle Informationen zur Haushaltsversicherung.

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Verbraucher werden eine Glasbruchversicherung sicherlich als einen optionalen Baustein einer in Österreich üblichen Haushaltsversicherung kennen. Daher scheint es mitunter überflüssig sein, zusätzlich auf die Leistungen einer separaten Glasbruchversicherung zurückzugreifen. Bei näherem Hinschauen ist es jedoch häufig so, dass die Glasversicherung als zusätzliche Absicherung für zahlreiche Verbraucher sinnvoll sein kann.
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