Die Firmenrechtsschutz Versicherung

Die meisten Verbraucher in Österreich kennen die private Rechtsschutzversicherung, die bei Streitfällen eintritt und als Absicherung gegen Anwalts- und Gerichtskosten wirkt. Darüber hinaus haben aber nicht nur Privatpersonen, sondern unter anderem auch Selbstständige, Freiberufler (zB. Ärtze ) und Unternehmer Bedarf an Rechtsschutz, da es natürlich auch im gewerblichen Bereich zu Streitigkeiten kommen kann. Damit dieser Bedarf gedeckt wird, bieten zahlreiche Versicherungsunternehmen eine Rechtsschutzversicherung speziell für Gewerbetreibende an, die in aller Regel als Gewerbe- bzw. Firmenrechtsschutzversicherung bezeichnet wird. Immer dann, wenn eine Firma ihre Rechtsinteressen vor Gericht oder zumindest zunächst per Anwalt durchsetzen möchten, ist der Versicherungsschutz durch die Firmen-Rechtsschutzversicherung von großem Vorteil.

 

Wer kann eine Gewerberechtsschutzversicherung abschließen?

Die Gewerberechtsschutzversicherung beinhaltet im Wesentlichen, dass der Vertragsinhaber nicht als Privatperson, sondern als Gewerbetreibender auftritt. Grundsätzlich kann die Firmen-Rechtsschutzversicherung zunächst einmal auch von Einzelpersonen abgeschlossen werden, falls es sich dabei um Alleinunternehmer oder um einzelne Gewerbetreibende handelt. In diesem Fall dient die Firmenrechtsschutzversicherung dem Versicherten schlichtweg zum Schutz der unternehmerischen Tätigkeit. Darüber hinaus werden derartige Rechtsschutzversicherungen aber auch für ein gesamtes Unternehmen oder eine Firma angeboten, sodass hier oftmals auch die Bezeichnung Betriebsrechtsschutzversicherung verwendet wird. Das Hauptkriterium für den Abschluss einer Firmenrechtsschutz-Versicherung ist also, dass es sich entweder um eine natürliche oder juristische Person handelt, die ihre berufliche bzw. geschäftliche Tätigkeit im Hinblick auf Risiken im Rechtsschutz absichern möchte.

Firmenrechtschutzversicherung

Die Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Auch die Firmenrechtsschutzversicherung beinhaltet wie der Privatrechtsschutz mehrere Leistungen. Die wesentliche Leistung besteht darin, Kosten für Rechtsstreitigkeiten zu übernehmen, die entweder über Anwälte oder auch vor Gericht ausgetragen werden. Ferner werden in aller Regel noch weitere Kosten erstattet, die im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit stehen. Dazu können insbesondere Kosten für die Erstellung eines Gutachtens sowie allgemeine Sachverständigengebühren gehören. Mitunter zahlt der Firmenrechtsschutz auch Folgekosten, die sich aus einem Rechtsstreit ergeben. Dazu könnte zum Beispiel gehören, dass das Gerichtsverfahren an einem weiter entfernten Ort stattfindet, sodass in diesem Fall Reise- und Übernachtungskosten für den Versicherungsnehmer und die Anwälte entstehen.

Im Überblick sind es die folgenden Kosten, die meistens von der Firmenrechtsschutz-Versicherung übernommen werden:

  • Anwaltshonorare
  • Gerichtskosten
  • Kosten für Gutachter und Sachverständige
  • Folgekosten
  • Kosten für Zeugen
  • Kosten der gegnerischen Partei
  • Kaution (bei Strafsachen)

Die Bausteine der Gewerberechtsschutzversicherung

In Österreich bieten die verschiedenen Versicherungsgesellschaften die Firmenrechtsschutzversicherung in aller Regel genauso mit verschiedenen Bausteinen an, wie es im Zuge des Privatrechtsschutzes der Fall ist. In den meisten Fällen besteht für den jeweiligen Versicherungsnehmer somit die Auswahl zwischen unterschiedlichen Bausteinen, die insgesamt zu einem möglichst optimalen Rechtsschutz beitragen sollen. Einer dieser Bausteine ist meistens ein sogenannter Grundrechtsschutz oder Basisrechtsschutz, der für Firmen, Selbstständige und Freiberufler angeboten wird. Dieser Grundrechtsschutz schließt unter anderem auch den Arbeitsrechtsschutz ein, der natürlich insbesondere für Personen und Unternehmer wichtig ist, die nicht nur als Inhaber tätig sind, sondern darüber hinaus Mitarbeiter beschäftigen. Darüber hinaus gibt es noch die folgenden weiteren Bausteine, die in die Firmen-Rechtsschutzversicherung integriert werden können:

  • Privat-Rechtsschutz des Selbstständigen bzw. Geschäftsführers nebst dessen Familie
  • Verkehrsrechtsschutz für die Fahrzeuge des Unternehmens sowie für die privaten Fahrzeuge des Inhabers bzw. Selbstständigen nebst Familie
  • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz für gewerblich genutzte Immobilieneinheiten

Die Leistungsarten der Firmenrechtsschutzversicherung

Ein weiterer wichtiger Punkt, auf den beim Abschluss einer Firmenrechtsschutz Versicherung unbedingt geachtet werden sollte, sind die verschiedenen Leistungsarten, die im Vertrag integriert sind. Mit Leistungsarten sind nicht die zuvor genannten Leistungen in Form der Kostenerstattung gemeint, sondern damit werden insbesondere die verschiedenen Rechtsarten bezeichnet, die es im Rechtssystem gibt. Insbesondere Gewerbetreibende und Unternehmen sollten darauf achten, dass die Gewerberechtsschutzversicherung möglichst viele dieser Leistungsarten übernimmt, da die unternehmerische oder selbstständige Tätigkeit oftmals sehr breit gefächert ist, sodass nahezu alle Rechtsarten betroffen sein können.

Rechtschutzversicherung

Im Wesentlichen gibt es die folgenden Leistungsarten, die im optimalen Fall alle mit der Gewerberechtsschutz Versicherung versichert sind:

  • Strafrechtsschutz
  • Verwaltungsrechtsschutz
  • Arbeitgeber-Rechtsschutz
  • Schadenersatz – Rechtsschutz (bei Nebengeschäften)
  • Sozialrechtsschutz
  • Steuerrechtsschutz
  • Disziplinar- und Standesrechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Wer sich möglichst umfangreich schützen möchte, der achtet bei der Wahl der Firmenrechtsschutzversicherung darauf, dass möglichst alle diese Rechtsarten und somit Leistungsarten versichert sind.

Der Beitrag zur Rechtsschutzversicherung

Wie bei der Privatrechtsschutzversicherung, so setzt sich auch der Beitrag zur Firmenrechtsschutzversicherung aus verschiedenen Komponenten zusammen bzw. basiert auf diversen Aspekten. Zunächst einmal spielt natürlich die Wahl der Deckungssumme eine Rolle, wenn es um die Festsetzung der zu zahlenden Tarife geht. Darüber hinaus ist die Art der beruflichen bzw. gewerblichen Tätigkeit ebenfalls ein wichtiger Faktor. Denn statistisch betrachtet kommt es in manchen Berufen und Branchen deutlich häufiger zu Rechtsstreitigkeiten als in anderen Bereichen. Wie bereits angesprochen, gibt es verschiedene Bausteine und Leistungsarten, welche die jeweiligen Angebote beinhalten können. Daher spielt auch die Wahl dieser Bausteine und Rechtsarten, die in den Vertrag aufgenommen werden sollen, natürlich eine Rolle bei der Festlegung der Tarife. Auch die Anzahl der Mitarbeiter, die über die Rechtsschutzversicherung im gewerblichen Bereich automatisch mitversichert werden sollen, wirkt sich auf den Tarif aus.

Weiterführende Beiträge

Die Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für Risiken im Rechtsstreit, da diese in der Betriebshaftpflichtversicherung nicht integriert sind.
Weitere Informationen zur privaten Rechtsschutzversicherung finden Sie hier. Hier finden Sie alles zur Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.
 

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Die meisten Verbraucher in Österreich kennen die private Rechtsschutzversicherung, die bei Streitfällen eintritt und als Absicherung gegen Anwalts- und Gerichtskosten wirkt. Darüber hinaus haben aber nicht nur Privatpersonen, sondern unter anderem auch Selbstständige, Freiberufler (zB. Ärtze ) und Unternehmer Bedarf an Rechtsschutz, da es natürlich auch im gewerblichen Bereich zu Streitigkeiten kommen kann. Damit dieser Bedarf gedeckt wird, bieten zahlreiche Versicherungsunternehmen eine Rechtsschutzversicherung speziell für Gewerbetreibende an, die in aller Regel als Gewerbe- bzw. Firmenrechtsschutzversicherung bezeichnet wird. Immer dann, wenn eine Firma ihre Rechtsinteressen vor Gericht oder zumindest zunächst per Anwalt durchsetzen möchten, ist der Versicherungsschutz durch die Firmen-Rechtsschutzversicherung von großem Vorteil.
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